 |
 |
|
 |
 |

|
Sie sind hier:
Diagnostik
> Leberkarzinom: Wichtige Sekunden Verzug
|
 |
Leberkarzinom: Wichtige Sekunden Verzug
Die Computertomographie (CT) kann hepatozelluläre Karzinome entdecken, aber der Abstand zwischen Gabe des Kontrastmittels und CT-Aufnahmen sollte gut kalkuliert werden, wie eine japanische Arbeit zeigt.
Bei der Entdeckung hypervaskulärer maligner Tumoren wie des hepatozellulären Karzinoms kann eine zweiphasige kontrastverstärkte Computertomographie der Leber gute Hilfe leisten. Doch die Leistungsfähigkeit dieser Methode hängt von zahlreichen Faktoren ab – und ganz wesentlich auch vom zeitlichen Abstand der Aufnahmen nach Injektion des Kontrastmittels. Eben diesen Aspekt haben sich japanische Radiologen in einer jetzt veröffentlichten Studie vorgenommen.
Sie unterzogen 171 Patienten mit Verdacht auf eine Lebererkrankung einer kontrastverstärkten Multidetektor-Computertomographie (MDCT) des oberen Abdomens. Die Patienten erhielten eine i.v. Injektion von 2 ml/kg eines nichtionischen jodhaltigen Kontrastmittels (300 mg Iod/ml) mit einer Geschwindigkeit von 4 ml/s. Alle Patienten wurden dreimal gescannt: die erste Gruppe 5, 20 bzw. 45 Sekunden nach der Bolus-Injektion, die zweite 10, 25 bzw. 50 Sekunden und die dritte 15, 30 bzw. 55 Sekunden danach.
Es wurden CT-Werte von Aorta, Milz, proximaler Pfortader, Leberparenchym und hepatischen Venen gemessen. Dabei wurde bestimmt, inwieweit die CT-Werte nach der Gabe des Kontrastmittels verstärkt wurden. Jeweils zwei unabhängige Radiologen verglichen die Scans und bestimmten die Werte. Demnach erreichte der Kontrastverstärkungsindex (CEI) der Aorta nach 10–15 Sekunden 300–336 H und der der Milz 97–108 H – ohne eine signifikante Verstärkung des Leberparenchyms (15–25 H). Der CEI der proximalen Pfortader erhöhte sich moderat binnen 10–15 Sekunden (75–104 H), der der hepatischen Venen dagegen nicht signifikant (24–51 H). Der CEI des Leberparenchyms erreichte nach 45–55 Sekunden seinen Höhepunkt (59–63 H), während die CEIs von Aorta (117–125 H) und Milz (73–82 H) schon wieder absanken. Der Kontrast von Milz zu Leber war nach 10–20 Sekunden am höchsten (81–84 H) und der eines hepatozellulären Karzinoms im Vergleich zur Leber nach 10–15 Sekunden (29–44 H). Qualitative und quantitative Resultate korrelierten gut.
Fazit: Um ein hypervaskuläres Leberzellkarzinom zu entdecken, beträgt der optimale Zeitpunkt für einen CT-Scan für die arteriellen Phasen der Leber 10–15 bzw. für die Pfortader 45–55 Sekunden nach Ankunft des Kontrastmittels in der unteren Thorax-Aorta. be
Goshima S et al. MDCT of the liver and hypervascular hepatocellular carcinomas: Optimizing scan delays for bolus-tracking techniques of hepatic arterial and portal venous phases. Am J Röntgenol 2006; 187: W25–W32. [Im Focus Onkologie 2006; 9(12): 29]
|
rw, BSMO, 03. Januar 2007
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich 
|
 |
 |


DGHO Jahrestagung 2011
01.10.2011 - Basel Merck Serono Satelliten-Symposium: Personalisierte Erstlinientherapie des mCRC mit Erbitux
DGHO Jahrestagung 2011
30.09.2011 - Basel Merck Serono Satelliten-Symposium: Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren - Therapiestandards und neue Perspektiven

|
 |