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Synbiotische Diät soll Dickdarmkrebs vorbeugen

  

Diverse Studien deuten darauf hin, dass die Darmflora die Entstehung kolorektaler Karzinome beeinflusst. Kann eine diätische Veränderung der Darmflora vor kolorektalen Tumoren schützen?




In einer zwölfwöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie untersuchten Rafter et al. die Auswirkungen einer synbiotischen Diät auf intermediäre Biomarker für Darmkrebs. Hierzu randomisierten sie 37 operierte Darmkrebspatienten und 43 Patienten nach Polypektomie. 40 Patienten erhielten eine synbiotische Diät bestehend aus präbiotischen (Inulin angereichert mit Oligofruktose) und probiotischen Komponenten (Lactobacillus rhamnosus und Bifidobacterium lactis). An Tag null, nach sechs und nach zwölf Wochen Diät wurden Blut- und Fäkalproben gesammelt und ausgewertet sowie Biopsien entnommen.

Im Gegensatz zu Placebo bewirkte die synbiotische Intervention signifikante Veränderungen in der Fäkalflora: Der Anteil an B. lactis und L. rhamnosus wuchs, Clostridium perfringens schwand. Die kolorektale Proliferation nahm ab. Die wässrige Phase der Feces verlor deutlich an Zytotoxizität und die Barrierefunktion der Mukosa verbesserte sich bei polypektomierten Patienten. Zudem zeigte sich bei polypektomierte Patienten eine Abnahme der Exposition der Darmschleimhaut gegenüber Genotoxinen und eine verminderte Sekretion von IL-2 durch periphere mononukleäre Zellen. Bei Krebspatienten stieg mit der synbiotischen Diät die Gamma-Interferon-Produktion an.

Fazit: Die synbiotische Diät veränderte signifikant die Zusammensetzung der Darmflora, was die Stoffwechselaktivität des Organs beeinflusste. So veränderte sich der Spiegel mehrere Darmkrebs-Biomarker zum Vorteil der Patienten. mbs

Rafter J et al. Dietary synbiotics reduce cancer risk factors in polypectomized and colon cancer patients. Am J Clin Nutr 2007; 85: 488–96. [Im Focus Onkologie 2007; 10(6): 24]

 
mk, BSMO, 15. August 2007


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