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Top Thema im Dezember

Mit Cetuximab 15 Monate Gesamtüberleben in der Erstlinientherapie von Lungenkrebs

Neue Analysen der zulassungsrelevanten FLEX-Studie ergaben, dass Patienten, die unter Cetuximab frühzeitig einen Hautausschlag entwickeln, ein medianes Gesamtüberleben von 15 Monaten aufweisen (p<0,001). Die FLEX-Daten bestätigen erneut den Nutzen einer Zugabe von Cetuximab zu platin-basierter Chemotherapie in der Erstlinientherapie von Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC).  mehr»


Epidermal Wachstumsfaktor


Der epidermale Wachstumsfaktor:

Der epidermale Wachstumsfaktor (EGF = epidermal growth factor) spielt in der Krebstherapie eine entscheidende Rolle.
1962 entdeckte Stanley Cohen den Rezeptor für den epidermalen Wachstumsfaktor.

Die epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptoren finden sich auf jeder Zelloberfläche. Der epidermale Wachstumsfaktor bildet eine Verbindung mit dem Rezeptor und aktiviert eine Signalkaskade, die schlussendlich zur Teilung der Zelle führt.

Langjährige Forschungen haben ergeben, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem epidermalen Wachstumsfaktor und Krebs gibt.

Forscher haben zudem herausgefunden, dass Krebszellen außergewöhnlich viele EGF-Rezeptoren auf ihren Zelloberflächen besitzen. Besonders Organe, deren Zellen sich ständig erneuern, sind dadurch anfällig bösartige Tumore zu bilden. Das bedeutet, dass "normale" Zellen zu Krebszellen werden können, wenn sie durch einen schadhaften genetischen Code zu viele EGF-Rezeptoren gebildet haben.

Durch die rasche Zellteilung wird der Defekt in der DNS der Zelle ständig an die neu gebildeten Zellen weitergegeben und ein (möglicherweise) maligner Tumor bildet sich aus. Der epidermale Wachstumsfaktor und sein Rezeptor sind mit die wichtigsten Bestandteile einer relativ neuen Methode zur Behandlung von Krebs.

Bei der Antikörpertherapie binden die Antikörper an den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor und blockieren diesen. Dadurch können die epidermalen Wachstumsfaktoren nicht mehr an die Rezeptoren andocken.

Das unkontrollierte Wachstum der Tumorzelle wird gestoppt. Der epidermale Wachstumsfaktor und der epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor spielen bei der Behandlung vieler Krebsarten mittlerweile eine entscheidende Rolle.


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