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Beim Mantelzell-Lymphom jetzt Heilung möglich
Das Mantelzell-Lymphom war früher als eine Untereinheit der indolenten Lymphome. Inzwischen weiß man aber, dass es mit einer medianen Überlebenszeit von drei bis vier Jahren sehr viel aggressiver ist als diese.
Es galt bislang als schwer zu therapieren und als unheilbar, wenn auch die Anwendung des Anti-CD20-Zell-Antikörpers Rituximab in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gebracht hatte. Die Nordic Lymphoma Group verwendete in ihrer MCL2-Studie, die Christian Geisler, Kopenhagen/Dänemark, referierte, eine intensive Immunchemotherapie – jeweils mit Rituximab plus alternierend maxiCHOP oder Hochdosis-Cytarabin – sowie eine Konditionierung mit BEAM und eine anschließende autologe Stammzelltransplantation, bei der außerdem zuvor ein In-vivo-Purging des Transplantats mit Hilfe von Rituximab von Lymphomzellen erfolgt war.
Die 5-Jahres-Raten für das ereignisfreie Überleben von 63% und für das Gesamtüberleben von 74% können sich sehen lassen, so Geisler: sie waren bislang für das Mantelzell-Lymphom unvorstellbar gewesen. Zwar handelte es sich um eine einarmige und nicht randomisierte Studie, aber der Vergleich mit der Vorläuferstudie MCL1 zeigt, dass das ereignisfreie Überleben hochsignifikant verlängert ist. Am aufregendsten jedoch sind die Plateaus, die erstmals bei allen Überlebenskurven der MCL2-Studie nach fünf Jahren zu erkennen sind, so Geisler; möglicherweise wird man mit dieser Therapie nun zum ersten Mal einen Teil der Patienten mit Mantelzell-Lymphom heilen können. jfg
Bericht vom 49th Annual Meeting of the American Society of Hematology vom 8.–11. Dezember 2007 in Atlanta, Georgia/USA.
jum, bsmo, 17. Juni 2008 Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich |
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