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ASCO Annual Meeting 2006 - Kopf-Hals-Tumoren: Intensivierung der Induktionstherapie
Bei den problematischen Kopf-Hals-Tumoren gab es lange keinen therapeutischen Fortschritt. Standard in der Induktionstherapie ist seit 25 Jahren ein Regime mit Cisplatin/5-FU (PF); die zusätzliche Gabe einer dritten Substanz hatte sich bislang nicht bewährt, erklärte Marshall R. Posner, Boston/USA.
Jetzt hat die Studie TAX324 zeigen können, dass die Intensivierung der Induktionstherapie vor Radiatio durch Docetaxel das Mortalitätsrisiko von Patienten mit lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren signifikant reduziert [Scientific Special Session].
Die Studie umfasste 538 Patienten mit inoperablen Tumoren oder schlechter Prognose, die randomisiert eine Induktionstherapie mit dem PF-Regime oder mit PF plus Docetaxel (TPF) und anschließend eine Chemoradiotherapie mit Caroboplatin erhielten. Im median 42-monatigen Follow-up konnte die 3-Jahres-Überlebenrate von 48,1% im Kontrollarm auf 62,1% im TPF-Arm gesteigert werden. Dieser Unterschied entspricht einer Reduktion des Sterberisikso um 30%.
Zudem erwies sich die Therapie mit TPF als gut durchführbar und sicher, betonte Posner, der das TPF-Regime aufgrund der Eregbnisse von TAX 324 als neuen Standard in der Induktionschemotherapie von Kopf-Hals-Tumoren bezeichnete. Außerdem solle dieses Schema jetzt als Plattform für die Entwicklung neuer Regime mit molekular gezielten Substanzen genutzt werden. arn
Berichte von der 42. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), Atlanta, Georgia/USA, 2.–6. Juni 2006. [Im Focus Onkologie 2005; 9(7-8): 54ff]
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mk, BSMO, 09. September 2006
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