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12th World Conference on Lung Cancer - Lungenkrebs-Risikofaktor: Rauchen Noch gefährlicher aber als kommerziell gefertigte Zigaretten sind die selbst gedrehten, informierte Heide B. Rolke, Kristiansand/Norwegen. Diesen Schluss kann man aus ihrer epidemiologischen Studie ziehen, für die sie 333 Patienten mit neu diagnostiziertem Bronchialkarzinom mittels Fragebogen zu ihrem Rauchverhalten befragte. Nur 6% der Patienten waren Nichtraucher. 11% der Lungenkrebspatienten kauften fertige Zigaretten, während 83% der Betroffenen sich ihre Zigaretten selbst gedreht hatten. Schließt man die Nichtraucher aus, so präferierten neun von zehn Lungenkrebspatienten (88%) die in Eigenarbeit hergestellten Zigaretten. Dabei konsumierten die Selbstdreher weniger Tabak als die übrigen rauchenden Patienten: Sie rauchten 15 Zigaretten täglich (vs. 20/Tag); auch die Zahl der Päckchenjahre war bei ihnen geringer (32 vs. 40). Allerdings begannen 55% ihre Raucherkarriere bereits im Alter von 15 Jahren – gegenüber nur 36% bei den Rauchern von Fertigzigaretten. Rolke wies darauf hin, dass ein früher Beginn des Tabakkonsums das karzinogene Risiko stark erhöht. Ein weiterer deletärer Faktor ist vermutlich der sehr hohe Teergehalt selbst gedrehter Zigaretten. Samet befürchtet, dass die steigenden Zigarettenpreise immer mehr Raucher in den nächsten Jahren zu den selbst Gedrehten greifen lassen. Damit könnte die Lungenkrebs-Lawine noch weiter angeheizt werden. Arn
Bericht vom 12th World Conference on Lung Cancer in Seoul/Südkorea, vom 2. – 6. 9.2007. [Im Focus Onkologie 2007; 10(10): 54]
mk, BSMO, 06. Januar 2008 Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich |
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