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Meeting on Innovative Approaches in Head and Neck Oncology - Chirurgie: Organerhalt sichert die Lebensqualität
„Organerhaltende Operationsverfahren mit Erhalt der Stimme, der Schluckfunktion und ohne typische Stigmatisierung durch permanente Tracheostomie sind eine wesentliche Voraussetzung für die Lebensqualität der Patienten“, erklärte Giuseppe Spriano aus Rom. In den USA ging daher die Entwicklung in der chirurgischen Therapie des lokal fortgeschrittenen Larynxkarzinoms in den vergangenen Jahren von der totalen Laryngektomie zur konservativen, organerhaltenden Teilresektion.
Auch in Europa zeigt sich zunehmend Vertrauen in stimmerhaltende Operationen der Larynxtumoren beziehungsweise deren Rezidive nach Versagen einer primären Radiotherapie. Für die Operation stehen in Abhängigkeit von Stadium und Ausbreitung verschiedene Verfahren zur Verfügung, etwa die endoskopische Resektion oder offene Larynxteilresektionen. „Entscheidend für den Erfolg ist eine sorgfältige individuelle Auswahl der Patienten“, so Spriano. Als Ausschlusskriterien kommen in Frage: Alter (wobei Alter allein keine Kontra¬indikation darstellt), kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen, schlechter broncho-pulmonaler Status, sowie schwere gastroösophageale Refluxkrankheit (severe GERD).
In einer Literaturübersicht für die operative Behandlung von Hypopharynxtumoren der Stadien T1–2 zeigte ¬Spriano hohe Prozentzahlen für Organerhalt, Rezidivkontrolle und Gesamtüberleben. Zwei Beispiele: Holsinger [2006] konnte bei 93,3% von 30 Patienten stimmerhaltend operieren, mit einer Gesamtüberlebensrate von 88,5% nach drei Jahren und 79,6% nach fünf Jahren. In 135 Fällen von Laccoureye [2005] wurde bei 91,6% stimmerhaltend operiert, die Überlebensrate lag bei 96,3%. Ähnliche Ergebnisse zeigte eine Übersicht, die die Operation von Larynxtumoren im Stadium T3 analysierte. Je nach Technik war in bis zu 90% der Fälle ein Organerhalt möglich und Überlebensraten über 90% konnten erzielt werden. Bei der supra¬glottischen Laryngektomie lag die lokale Rezidivkontrolle in Abhängigkeit vom Tumorstadium zwischen 72 und 100%.Eine aktuelle Studie unter Beteiligung Sprianos [Pellini et al. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2006; 132: 1221–5] untersuchte die Ergebnisse nach supracricoider Laryngektomie bei 82 Patienten mit Tumoren im Stadium T2–3: Das Gesamtüberleben lag bei 86,4% nach drei Jahren und 83,5% nach fünf Jahren; tumorfrei überlebten 92% der Patienten, die perioperative Mortalität betrug 3,6%.
Sprianos Fazit: Der Erhalt der Larynxfunktion ist auch bei lokal fortgeschrittenem operablem Larynx- und Hypo¬pharynx-Tumor möglich – im Vergleich zur Totalexstirpation ohne Beeinträchtigung der Überlebensrate. koc
Bericht vom International Meeting on Innovative Approaches in Head and Neck Oncology vom 22.–24. Februar 2007 in Barcelona, Spanien. ).[Im Focus Onkologie 2007; 10(4): 51]
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mk, BSMO, 09. Mai 2007
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