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Pem/Cis – die adjuvante Therapie des NSCLC von morgen?
Patienten mit frühen NSCLC-Stadien können von adjuvanten Cisplatin-Kombinationen deutlich profitieren. Toxizitäten und eine unzureichende Dosis stellen jedoch ein großes Problem dar. Ist die Kombination Pemetrexed/Cisplatin die Lösung?
Der kritische Aspekt bei den bislang untersuchten Kombinationen ist, dass ca. drei Viertel der Patienten Grad 3/4-Neutropenien entwickeln und bei bis zu 77% Dosisreduktionen oder -verschiebungen notwendig sind. Teilweise wird sogar die Therapie frühzeitig abgebrochen bzw. vom Patienten abgelehnt. Durch den Einsatz einer weniger toxischen Cisplatin-Kombination, so die Vermutung, könnte die Verabreichung der geplanten Dosis optimiert, die Therapie aus Sicht des Patienten angenehmer und einfacher und möglicherweise auch das Überleben verlängert werden. Zur Überprüfung dieser Hypothese wurde die prospektiv randomisierte Phase-II-Studie TREAT initiiert. Als Kombinationspartner für Cisplatin wurde das Multitarget-Antifolat Pemetrexed ausgewählt, das beim NSCLC wirksam, gut verträglich und einfach zu applizieren ist.
Laut vorliegendem Studienprotokoll werden Patienten mit NSCLC, Stadium IB-IIB und T3N1, nach kompletter Tumorentfernung zunächst randomisiert. Anschließend erhalten Patienten im Arm A alle drei Wochen 500mg/m² Pemetrexed plus 75mg/m² Cisplatin. Im Arm B bekommen die Patienten zur Kontrolle die Standardkombination aus Cisplatin (50mg/m², Tag 1 und 8 alle vier Wochen) plus Vinorelbin (25mg/m² pro Woche). Insgesamt werden in beiden Studienarmen vier Zyklen appliziert. Primäres Ziel der Studie ist es, die Durchführbarkeit beider Zweierkombinationen zu vergleichen. Als Parameter dienen das Ausbleiben dosislimitierender Toxizitäten, frühzeitige Therapieabbrüche oder Tumor- bzw. Therapiebedingte Todesfälle. Sekundär werden die Wirksamkeit, die verabreichte Gesamtdosis und die Sicherheit der Therapie untersucht.
Fazit: Die vorgestellte TREAT-Studie soll die Durchführbarkeit sowohl von Pemetrexed/Cisplatin als auch von Cisplatin/Vinorelbin als adjuvante Therapie für NSCLCs im Frühstadium ermitteln. Im Fokus steht dabei die Hypothese, dass durch eine Kombination mit geringer Toxizität, wie z.B. Pemetrexed/Cisplatin, eine adäquate Dosisverabreichung erzielt und evtl. das Überleben verbessert werden kann. Aro Kreuter M et al. Trial on Refinement of Early stage non-small cell lung cancer. Adjuvant chemotherapy with pemetrexed and cisplatin versus vinorelbine and cisplatin: The TREAT protocol. BMC Cancer 2007; 7: 77–89. [Im Focus Onkologie 2007; 10(10): 24]
mk, BSMO, 22. Januar 2008 Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich |
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