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Adjuvante Chemotherapie nach Kolonkarzinom-Resektion: Wer profitiert wie viel?
Patienten nach Resektion eines Hochrisiko-Kolonkarzinoms profitieren von einer 5-Fluorouracil-basierten adjuvanten Chemo-therapie. Allerdings ist bisher unklar, wie groß der Nutzen hinsichtlich des Überlebens in bestimmten Subgruppen tatsächlich ist.
Die Analyse gepoolter Daten von 3.302 Patienten mit Kolonkarzinomen der Stadien II und III sollte Abhilfe schaffen. Sie stammten aus sieben randomisierten Studien, in denen 5-FU adjuvant in Kombination mit Folinsäure oder Levamisol mit alleiniger Resektion verglichen wurde. Mögliche Einflussfaktoren nahm man bezüglich ihrer prognostischen Bedeutung mithilfe eines Cox-Regressionsmodells unter die Lupe.
Lymphknotenstatus, Tiefe der Tumorinvasion und histologisches Grading erwiesen sich als die einzigen unabhängigen prognostischen Faktoren sowohl für krankheitsfreies als auch für Gesamtüberleben. Das Alter war nur für das Gesamtüberleben signifikant. Geschlecht des Patienten und Lokalisation des Tumors beeinflussten die Prognose nicht.
Bei Patienten mit zusätzlicher Chemotherapie betrug die krankheitsfreie 5-Jahres-Überlebensrate 67% (ohne Che-motherapie 55%), die entsprechende Gesamtüberlebensrate 71% (vs. 64%). In einer multivariaten Analyse zeigte die adjuvante Therapie positive Effekte quer durch alle Subgruppen. Allerdings profitierten Tumorpatienten im Stadium III stärker als solche im Stadium II.
Fazit: Für Patienten mit Hochrisiko-Kolonkarzinom macht sich eine adjuvante Therapie mit 5-FU & Co. nach Resektion des Tumors bezahlt – mehr oder weniger betrifft das alle Subgruppen. Modellschätzungen zu den Überlebenschancen eines Patienten in Abhängigkeit von diesen prognostischen Einfluss-faktoren und dem Einsatz einer adjuvanten Therapie sind im Internet zu finden: www.mayoclinic.com/calcs (uwe)
Gill S et al: Pooled analysis of fluorouracil-based adjuvant therapy for stage II and III colon cancer: who benefits and by how much? J Clin Oncol 22 (2004): 1797–806. Benson III AB (Editorial): A rose, is a rose, is a rose...or not. ibidem: 1773–5. (Im Focus Onkologie 7 (2004) 10: 20)
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mk, 03. November 2004
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