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Plattenepithelkarzinom im HNO-Bereich: Studienlage neu bewertetPatienten mit lokal fortgeschrittenen, nicht resektablen Plattenepithelkarzinomen (SCC) im Kopf- und Halsbereich profitierten den Ergebnissen früherer Meta-Analysen zufolge von einem Behandlungsregime aus einer kombinierten Chemo-/Radiotherapie und in bestimmten Fällen einer akzelerierten (AFRT) und hyperfraktionierten (HFRT) Radiotherapie. Wissenschaftler aus Deutschland sahen sich aufgrund der heterogenen Datenlage mit teilweise veralteten Dosierungs- und Behandlungsschemata zu einem Review der aktuellen Studienlage mit stringenten Einschlusskriterien veranlasst.Berücksichtigt wurden Studien zur kurativen radiologischen Behandlung von SCC-Patienten mit Manifestationen in der Mundhöhle, dem Oropharynx, Hypopharynx und Larynx, die zwischen 1975 und 2003 als Volltexte oder in Abstract-Form veröffentlicht wurden. Die Autoren verglichen Ansätze mit alleiniger Radiotherapie sowie kombinierte Verfahren mit simultaner oder sequentieller Radiochemotherapie unter Berücksichtigung des gewählten Chemotherapie-Regimes (5-FU, Cisplatin, Carboplatin, Mitomycin C) und der Fraktionierung der Strahlentherapie. Studien, die eine alleinige Radiotherapie in konventioneller Fraktionierung Behandlungen mit alleiniger HFRT oder AFRT gegenüberstellten, wurden separat ausgewertet. Endpunkt dieser großen Meta-Analyse war das Gesamtüberleben. In die Auswertung gingen die Daten aus 32 Studien ein. Ein Vorteil im Gesamtüberleben von zwölf Monaten wurde für eine simultane Radiochemotherapie im Vergleich zu einer alleinigen Radiotherapie beobachten; sowohl für konventionell fraktionierte Radiotherapie als auch für akzelerierte und/oder hyperfraktionierte Radiotherapie. Während eine alleinige akzeleriert fraktionierte Radiotherapie (AFRT) gegenüber einer alleinigen konventionell fraktionierten Strahlentherapie (CFRT) keine Vorteile bezüglich des Gesamtüberlebens bot, wurde ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben bei alleiniger hyperfraktionierter Radiotherapie (HFRT) gegenüber der alleinigen konventionellen Strahlentherapie CFRT registriert. Fazit: Die Autoren schlussfolgern, dass eine simultane Radiochemotherapie (Kombinations- oder Einzelregime) unabhängig zum eingesetzten Fraktionierungsschema das Gesamtüberleben dieses Patientenkreises deutlich verbessert. Bei Radiotherapie als einziger Behandlungsoption raten die Autoren zum hyperfraktionierten Schema. Die akzelerierte Radiotherapie führt per se nicht zu einem Benefit im Gesamtüberleben, so die Ergebnisse der Autoren. (zi, BSMO) Budach W et al: A meta-analysis of hyperfractionated and accelerated radiotherapy and combined chemotherapy and radiotherapy regimens in unresected locally advanced squamous cell carcinoma of the head and the neck . BMC Cancer 2006; 6:28. hp, 06. November 2006 Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich |
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