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Pankreas bei Gastrektomie möglichst schonen
Die umfassende Lymphadenektomie beim Magenkrebs ist mit einer hohen Mortalität und Morbidität verbunden. Japanische Forscher suchten nach prognostischen Faktoren zur Risikoabschätzung.
Häufig finden sich Metastasen eines Magenkarzinoms in den regionären Lymphknoten. In diesem Fall wird in Japan mit der Operation des Primärtumors auch eine erweiterte Lymphadenektomie durchgeführt. Eine Studie vergleicht derzeit prospektiv den Erfolg einer D2- und D3-Resektion. Daten von 523 Patienten dieser Studie wurden im Hinblick auf mögliche prognostische Faktoren für Komplikationen analysiert.
Die Patienten wurden im Rahmen der Studie gastrektomiert, davon 199 (38%) total, vier proximal und 320 distal. Eine Splenektomie wurde bei 191 Patienten (36,5%) und eine distale Pankreatektomie bei 22 (4,2%) durchgeführt. Zwischen den beiden randomisierten Gruppen – D2 und D3-Lymphadenektomie – gab es keinen Unterschied bezüglich der vorgenommenen Gastrektomien.
In jeder Gruppe verstarben zwei Patienten perioperativ, weitere zwei durch Fortschreiten der Erkrankung noch im Krankenhaus. Komplikationen traten bei 128 Patienten (24,5%) und größere chirurgische Komplikationen bei 49 Patienten (9,4%) auf. Dazu zählten 30 Fälle von pankreatischen Fisteln, 29 abdominale Abszesse, in je 16 Fällen Pneumonie und Darmverschluss sowie elf Anastomosenlecks. Die univariate Analyse ergab als signifikante Risikofaktoren für alle postoperativen Komplikationen die Pankreasresektion sowie eine Operationszeit von über 297 Minuten. Außerdem war ein BMI von ≥ 25 knapp an der Signifikanzgrenze. Alle drei Faktoren sowie ein Alter ≥ 65 Jahre wurden auch als signifikante Risikofaktoren für große chirurgische Komplikationen identifiziert. Die japanischen Autoren weisen darauf hin, dass auch in westlichen Ländern stärker versucht werden sollte, eine Pankreas-Teilresektion nur bei direkter Invasion des Organs durchzuführen.
Fazit: Pankreasteilresektion, Operationsdauer und ein BMI ≥ 25 sind nach dieser Analyse Risikofaktoren für Komplikationen, insbesondere für schwere chirurgische Komplikationen bei Gastrektomie mit erweiterter Lymphadenektomie. FK
Kodera Y et al. Identification of risk factors for the development of complications following extended and superextended lymphadenectomies for gastric cancer. Br J Surg 2005; 92:1103–9. [Im Focus Onkologie 2006; 9(3): 30]
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mk, BSMO, 01. März 2006
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