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Akupunktur bei Hitzewallungen: Placeboeffekt?
Zwei Drittel aller Brustkrebspatientinnen leiden unter Hitzewallungen, mehr als die Hälfte von ihnen sind moderat bis sehr schwer davon betroffen. Die Reduktion dieser Symptome würde die Lebensqualität dieser Frauen signifikant verbessern. Was bringt eine Akupunktur?
Über die Wirksamkeit einer Akupunktur bei Hitzewallungen lagen bisher recht unterschiedliche Daten vor. Eine kontrollierte, randomisierte Studie, in der eine echte Akupunktur mit einer Scheinakupunktur verglichen wurde, sorgte nun für Klarheit. 72 Brustkrebspatientinnen, die täglich drei oder mehr Hitzewallungen hatten, erhielten vier Wochen lang zweimal pro Woche entweder eine echte Akupunktur oder eine Scheinakupunktur. Patientinnen aus der Scheinakupunkturgruppe erhielten ab Woche sieben ebenfalls eine echte Akupunktur.
In beiden Gruppen traten nach etwa zwei Wochen rund 20% weniger Hitzewallungen auf. Nach sechs Wochen war die durchschnittliche Zahl der Hitzewallungen bei echter Akupunktur von 8,7 auf 6,2 pro Tag gesunken und von 10,0 auf 7,6 pro Tag, wenn die Akupunktur nur zum Schein durchgeführt wurde. Umgerechnet traten unter echter Akupunktur 0,8 Hitzewallungen pro Tag weniger auf als unter Scheinakupunktur, aber der Unterschied war nicht signifikant.
Bei Frauen, die nach sechs Wochen von der Scheinakupunktur zur echten Akupunktur wechselten, zeigte sich eine weitere Reduktion der Hitzewallungen um etwa 20% (7,3 vs. 5,4 pro Tag). Der Effekt hielt bis zu sechs Monate nach dem Ende der Behandlung an.
Möglicherweise war die Dauer dieser Studie zu kurz, um einen signifikanten Effekt nachweisen zu können. Die Autoren wollen nicht ausschließen, dass eine längere und intensivere Behandlung eine stärkere Wirkung auf die Hitzewallungen haben könnte.
Fazit:
Hitzewallungen bei Brustkrebspatientinnen werden durch eine Akupunktur reduziert, aber der Effekt ist nicht größer als bei einer Scheinakupunktur. jn
Deng G et al. Randomized, controlled trial of acupuncture for the treatment of hot flashes in breast cancer patients. J Clin Oncol. 2007; 25: 5584–90. Editorial: Carpenter JS. Ibidem 5546–7.
jum, bsmo, 07. Juni 2008 Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich |
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